Das Team

Wir freune uns, dass wir Ihr Interesse geweckt haben. Wenn Sie mehr über die Menschen erfahren wollen, die die Kids-Soupkitchen gegründet haben und betreiben, dann sind Sie hier genau richtig.

Samuel Kapepo

Ich bin Samuel Kapepo und ich lebe seit 2001 in Windhoek/Namibia. Ich bin in Oshakati im Norden von Namibia aufgewachsen. Ich habe selbst erlebt, wie es ist als Waisenkind aufzuwachsen, da auch meine Eltern starben als ich noch sehr jung war. Ich kenne die Probleme der hilfebedürftigen Kinder und deshalb ist es mir so wichtig ihnen zu zeigen, dass sie nicht alleine sind.

In meiner frühen Kindheit habe ich Knochen und leere Flaschen auf der Straße verkauft, um mir etwas zu essen kaufen zu können. Ich ging zur Schule und begann 1999 in kleinen Theaterstücken in meinem Dorf mitzuspielen. Die Schauspielerei hat mir sehr viel Spaß gemacht und so brachte sie mich 2001 nach Windhoek.

Mit ein paar Freunden gründete ich einen kleinen Club, ein Ort an dem Pedro Shikalepo Kadhikwa und ich auf die Idee kamen etwas für die Straßenkinder zu tun.

Pedros Tot hat mich schwer getroffen, denn er war mein bester Freund, wie ein Bruder und ein wichtiger Kollege für mich. Ich werde niemals unseren gemeinsamen Traum aufgeben für die Kinder dazusein.

Es gibt viele bettelnde Kinder auf den Straßen und es ist viel besser ihnen anstatt Geld etwas zu essen zu geben, denn sonst kaufen sie Alkohol, Drogen oder unsinnige Dinge.

Neben der Vorbereitung der Kochsonntage, habe ich bereits:

- als Bühnenmanager beim "Warehouse" in Windhoek gearbeitet; ein Kulturverein für namibische und afrikanische Musiker und Schauspieler. Fast jeden Abend fand dort ein wechselnedes Programm statt, das auch internationales Interesse fand.
- als Moderator bei Fresh FM 102.90; ein lokaler Radiosender bei dem ich aktuelle Probleme wie Armut, Kriminalität, Arbeitsmarkt und Aids diskutiere
- technischer Assistent beim Franco Namibischen Kulturzentrum FNCC in Windhoek
- und habe als Schauspieler in diversen nationalen und internationalen Filmen mitgespielt

Ich freue mich sehr und bin stolz, dass ich ausgewählt wurde Namibia im Oxfam International Youth Partnership zu vertreten; ein globales Netzwerk junger Menschen zwischen 18 und 25 Jahren, die in ihrer Heimat positives bewirken und gerechte und nachhaltige Veränderungen herbeiführen.

 oiyp.oxfam.org.au

Das Interesse von Menschen aus der ganzen Welt macht mich sehr froh, weil ihre Unterstützung es uns ermöglicht für die Kinder zu kochen.
Ich möchte gerne allen, die hinter uns stehen für ihr Vertrauen und ihre Unterstützung danken!


Karoline Vlk

Ich bin Karoline Vlk und ich lebe in Deutschland. Das so genannte "Fernweh" hat mich schon früh ergriffen, ebenso wie der ständige Wunsch, andere Lebensweisen und Menschen kennen zu lernen. Zwar hatte ich das Glück schon einige Länder bereisen zu dürfen, allerdings galt mein besonderes Interesse schon immer dem afrikanischen Kontinent. 2006 stellte ich mir für meinen Sommerurlaub eine Reiseroute im Internet zusammen, um soviel wie möglich von Südafrika zu sehen. In vier Wochen bin ich mit dem Auto von Kapstadt nach Johannesburg gefahren. Es war wunderschön, denn dieses Land hält für jeden etwas bereit. Die Landschaft und Leute waren einfach umwerfend. Ich wusste sofort, das war nicht das letzte Mal, das ich in Afrika war. Doch ich wollte beim nächsten Mal mehr vom Alltag kennen lernen, ich wollte daran teilhaben können.

Auf diese Weise kam ich im September 2007 nach Namibia, um als Praktikantin für das Goethezentrum in Windhoek zu arbeiten. Dort habe ich im Bereich Programm/Veranstaltungsplanung bei der Organisation und Durchführung von Ausstellungen, Filmvorführungen und Eröffnungsfeiern mitgewirkt.

Besondere Freude hat mir hierbei die Arbeit für Kinder bereitet. So zum Beispiel auch die Ausarbeitung einer Europa-Galerie mit einem Quiz für Schulklassen. Dieses war Programmbestandteil eines gemeinsamen Europafestes des Goethe- und des Franco-Namibischen Kulturzentrums. Ich habe mit meiner Praktikumsstelle sehr großes Glück gehabt, denn ich hatte nicht nur besonders nette Vorgesetzte und Kollegen, sondern eine Arbeit, die richtig Spaß gemacht hat!

In dieser Zeit bin ich wie durch einen Zufall auf die "Soupkitchen" aufmerksam geworden. Meine Freundin, Maria Huber, die ebenfalls für ein Praktikum nach Namibia gekommen war, arbeitete für die Allgemeine Zeitung (einzige deutschsprachige Zeitung in Namibia) und schrieb gerade einen Artikel über Kapepo und das Kochprojekt. Mit Ihrem Artikel erreichte sie viele Menschen und sammelte dadurch erfolgreich Spenden für die Kochkasse. Am Tag der Spendenübergabe fragte sie mich, ob ich nicht Lust hätte mitzukommen. Ich war sofort begeistert und ging mit.

Ein Glück, dass ich mitgegangen war, denn es war bislang einer meiner schönsten Tage. Es war natürlich ein Kochsonntag und wir waren um zehn Uhr morgens da, um den ganzen Ablauf eines Kochsonntags zu erleben. Kurzzeitig versuchten wir sogar den Kochlöffel zu "schwingen"  (ganz so dynamisch lies sich das bei der Masse des riesigen Topfinhaltes dann doch nicht bewerkstelligen - es ist tatsächlich verdammt anstrengend!!) und halfen mit bei der Essenausgabe. Die ganze Atmosphäre zog mich sofort  in ihren Bann. Ich war einfach überwältigt von der Fürsorglichkeit der Jugendlichen untereinander, die das Alles aus eigener Initiative aufgezogen haben und sich mit ganzem Herzen für die Kids einsetzen.

Nach diesem Tag war ich auf der einen Seite wirklich geschafft und musste das Erlebte erst einmal sacken lassen. Alle diese neuen Eindrücke und die Erfahrung als solche haben mich tief und nachhaltig berührt. Auf der anderen Seite löste dieser Tag eine feste Entschlossenheit in mir aus. Ich wollte Wege finden, um dieses Projekt selbst zu unterstützen und darauf aufmerksam zu machen.

Diese Entschlossenheit wurde bei mir durch ein tragisches Erlebnis versiegelt. Pedro, eines der Gründungsmitglieder der Soupkitchen, starb Mitte Dezember 2007. Pedro hatte mich von der ersten Minute an beeindruckt! Sein plötzlicher Tod hat mich wie jeden, der ihn kannte unglaublich hart getroffen. Doch gleichzeitig hat mich dieser Schicksalsschlag nur noch mehr in meiner Absicht bestärkt, dieses wunderbare Kochprojekt fortzuführen! Denn Pedro stand für dieses Projekt. Einmal sagte er zu mir, dass er sein Leben den Kindern widmet. Wir werden uns alle dafür einsetzen, um das, wofür er stand weiterzuführen!


M.G.Y.C.

Die Mitglieder der Moses IIGAROEB Youth Club, die die kids-soupkitchen tatkräftig unterstützt:


Founder, Tommy Efraim
Co-Founder, Immanuel Ngesheya (Rasta)
Finance, Reinhold Kadhikwa
PR, Efraim Shabeenzu
Lukas Ebas
Martin Shinime
Secretary, Rosalia Shilongo
Rosalinde Mushimba
Phillemon Ndongo