Wer kommt zum sonntäglichen Essen?

Die Kids die sonntags zum Essen kommen sind zwischen 1 Jahr und 15 Jahren alt und größtenteils Waisen. Andere kommen auch aus problematischen Familienverhältnissen oder ihre Eltern haben nicht genügend Geld, um ihren Kindern regelmäßig etwas zu Essen zu geben.

Pedro, ebenfalls Gründungsmitglied, weiß nicht genau ob, was oder wie viel die Kinder während der Woche zu essen bekommen, "Wir würden auch gerne unter der Woche für die Kids kochen, aber dafür fehlt uns das Geld". (inzwischen kann auch Mittwochs gekocht werden)

Jeder aus der Gruppe würde sich gerne die Zeit dafür nehmen. Denn es ist, wie Pedro sagt: "A hungry mind cannot study"!
Es ist sein Traum, dass einige Kinder es schaffen wie er zu studieren und eine Ausbildung machen zu können. Doch viele der Kinder haben nicht nur wenig zu essen, es fehlt Ihnen darüber hinaus auch an Kleidung. Viele von Ihnen besuchen nicht einmal die Schule.

Wer sonntags zum Essen kommen darf, bestimmen Kapepo und die Gruppe. Sie verschaffen sich oft zunächst einen persönlichen Eindruck über die Lebensumstände der Kinder. Teilweise sammeln sie auch bettelnde Straßenkinder ein. Mittlerweile kommen jeden Sonntag um die 200 Kinder.

Um sicher zu gehen, dass auch alle Kinder regelmäßig zum Essen erscheinen, werden sie jeden Sonntag gezählt. Fällt dabei auf, dass ein Kind nicht mehr regelmäßig kommt, versuchen Kapepo und einige Gruppenmitglieder der Sache auf den Grund zu gehen. Viele der Kinder kennt Kapepo und so bemerkt er, wenn sie nicht da sind.

Wie läuft so ein Kochsonntag ab?

Kapepo und die anderen Mitglieder fangen sonntags morgens um neun Uhr an zu kochen. Dabei achten sie darauf möglichst abwechslungsreich zu kochen, jeden Sonntag etwas anderes, damit die Kinder zumindest einmal pro Woche genügend Vitamine und Nährstoffe erhalten. Es wechselt zwischen Maisbrei, Kartoffeln, Reis, Fleisch und Gemüse.

Sobald die "Köche" eingetrudelt sind, wird erst einmal Feuer gemacht. Große Holzscheite häufen die Männer im Hof auf, der Herd ist kaputt. Dann werden die großen silbernen Töpfe auf das Feuer gestellt, in denen Maisbrei, Reis und Fleisch gekocht werden.
 

Während die Einen noch kochen, bereiten die Anderen im Innenhof des Ombili Centres die Essensausgabe vor, denn wenn gleich die hungrige Kinder hereingestürmt kommen, muss alles vorbereitet sein. Ab 13 Uhr wird dann das Essen verteilt. Viele Jungen und Mädchen sind aber schon vorher da, um gemeinsam Fußball zu spielen, zu toben, zu lachen und einfach Spaß zu haben. Das Kochprojekt ist für sie nicht "nur" eine Essensausgabe, sondern auch ein Zuhause.


Bevor dann jeder sein Essen ab 13 Uhr abholen darf, werden zunächst die Finger gewaschen. Auch das wird von der Gruppe organisiert. In bunten Eimern voll Wasser, werden den Kindern die Hände gereinigt. Anschließend stellen sich alle hintereinander in eine lange Reihe, um ihre Mahlzeit in Empfang zu nehmen.

Danach setzen sich die Kinder auf die Stufen oder auf den Boden unter einen Baum und genießen ihr  Essen. Einige der Jugendlichen, die bei der Essensausgabe oder beim Abwasch helfen, sind, als sie noch ein wenig jünger waren, selbst jeden Sonntag zum Essen gekommen. Heute helfen sie mit, um etwas von der Hilfe zurückzugeben, die sie damals erfahren haben.

"Es ist toll, dass wir uns alle lange kennen und gut verstehen"
, sagte Pedro mit Blick auf Kapepo und die anderen. Sie sind (eben irgendwie) wie eine Familie. Mit ganz vielen Kindern.




Zukunftspläne:

Eigene Räumlichkeiten, die es ermöglichen für die Kids zu kochen und ihnen darüber hinaus Schlafmöglichkeiten bieten. So unterschiedlich die Lebensumstände der Kids teilweise auch sind, brauchen sie alle das Gefühl jemanden zu haben der für sie da ist und ihnen Möglichkeiten für eine bessere Zukunft zeigt. In Kapepo und den anderen Helfern haben die Kinder diesen Halt gefunden.

Problematik:

Wie bereits erwähnt sind die Kinder Waisen oder kommen aus problematischen Familienverhältnissen. Einige von Ihnen

         - leben auf der Straße
         - haben alkoholsüchtige Eltern
         - haben Eltern, die selber noch Kinder sind.

Diese Umstände bringen mit sich, dass:

         - die Kids niemanden haben, der sie zur Schule schickt
         - sie teilweise unterernährt sind
         - keinerlei Zuwendung und Liebe erfahren

Kapepo und seine Gruppe versuchen den Kindern genau diese Dinge zu geben die Ihnen fehlen: Zuwendung, Geborgenheit, Nahrung, einen Ort an dem sie sich sicher zurückziehen können und Werte erleben.